


Verdunstungskühlanlagen und Kühltürme bieten Bedingungen, unter denen sich Mikroorganismen vermehren und Biofilme ausbilden können. Eine besondere Bedeutung haben dabei Legionellen. Über Aerosole können sie aus der Anlage in die Umgebungsluft gelangen und beim Einatmen ein großes gesundheitliches Risiko darstellen.
Für Betreiber steht deshalb nicht erst die Reaktion auf erhöhte Legionellenbefunde im Mittelpunkt. Entscheidend ist eine möglichst stabile und hygienisch sichere Betriebsweise des gesamten Kühlwassersystems.
Die MOLKAT®-Technologien unterstützen Betreiber dabei, hygienisch stabile Wassersysteme zu erreichen und langfristig zu erhalten.
Für Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider gelten in Deutschland besondere Anforderungen nach der 42. BImSchV. Die Verordnung verlangt unter anderem einen Betrieb nach dem Stand der Technik, regelmäßige betriebsinterne Kontrollen und Untersuchungen des Nutzwassers auf Legionellen in akkreditierten Laboren.
Bei Überschreitung festgelegter Prüf- oder Maßnahmenwerte sind weitergehende Untersuchungen und Maßnahmen erforderlich.
Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Anlagenart. Für Verdunstungskühlanlagen gelten beispielsweise Prüfwerte von 100 bzw. 1.000 KBE Legionella spp./100 ml und ein Maßnahmenwert von 10.000 KBE/100 ml.
Für Kühltürme liegen die entsprechenden Werte bei 500, 5.000 und 50.000 KBE/100 ml.
Legionellen treten in technischen Wassersystemen selten isoliert auf. Biofilme auf wasserberührten Oberflächen bieten Mikroorganismen geschützte Lebensräume und können eine dauerhafte mikrobiologische Belastung des Systems begünstigen.
Ablagerungen, Totzonen, ungünstige Betriebsbedingungen und schwankende Wasserqualitäten können die Ausbildung solcher mikrobiellen Lebensräume zusätzlich fördern.
Deshalb ist eine nachhaltige Legionellenstrategie nicht allein eine Frage der regelmäßigen Desinfektion, sondern betrifft den Zustand und die Betriebsweise des gesamten Wassersystems.
MOLCLEAN® ermöglicht eine hygienische Stabilisierung von Kühlwassersystemen bei stark reduziertem Chemikalieneinsatz.
Im regulären Betrieb wird ein spezielles Wasserstoffperoxid (MOLaktiv® E30) ausschließlich zur Aktivierung der Katalysatoroberfläche eingesetzt. Die verwendete Konzentration entfaltet dabei selbst keine biozide Wirkung.
Die aktivierte Katalysatoroberfläche tritt mit Bakterien in Wechselwirkung und verändert über deren Stoffwechselprozesse die Eigenschaften der Biofilmmatrix. Für bereits stark belastete Anlagen kann zusätzlich eine gezielte Systemsanierung erforderlich sein. Diese ist vom anschließenden biozidfreien Betrieb zu unterscheiden und kann mit höheren Wasserstoffperoxidkonzentrationen durchgeführt werden.
Eine dauerhaft stabile Anlagenhygiene hängt nicht allein von der mikrobiologischen Belastung ab.
Auch Kalk, Rost und andere Ablagerungen beeinflussen die Oberflächen und Betriebsbedingungen innerhalb des Systems.
Hier ergänzen sich die beiden MOLKAT®-Technologien:
MOLCLEAN® dient der hygienischen Stabilisierung und dem Biofilmmanagement.
MOLLIK® unterstützt die Verminderung mineralischer Ablagerungen und hält wasserberührte Oberflächen sauber.
Damit können sowohl mikrobiologische als auch mineralische Einflussfaktoren innerhalb des Kühlwasserkreislaufs berücksichtigt werden.
Trinkwasserinstallationen stellen besondere Anforderungen an die Anlagenhygiene. Stagnation, ungünstige Temperaturen, Ablagerungen und Biofilme können Bedingungen schaffen, unter denen sich Mikroorganismen vermehren.
Eine besondere Bedeutung haben dabei Legionellen, die vor allem über feinste Wassertröpfchen – beispielsweise beim Duschen – eingeatmet werden und schwere Erkrankungen verursachen können.
Für bestimmte Trinkwasserinstallationen bestehen nach der Trinkwasserverordnung regelmäßige Untersuchungspflichten auf Legionella spec. Der technische Maßnahmenwert liegt bei 100 KBE/100 ml. Wird dieser Wert erreicht, sind unter anderem die Ursachen zu untersuchen, die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik zu prüfen und eine schriftliche Risikoabschätzung zu erstellen.
Eine langfristig stabile Trinkwasserhygiene beginnt deshalb nicht erst bei einem auffälligen Untersuchungsergebnis. Entscheidend ist der Zustand des gesamten Leitungssystems.
Die MOLKAT®-Technologien setzen deshalb sowohl bei der hygienischen Stabilisierung als auch bei der Verringerung von Ablagerungen an.
MOLLIK® unterstützt die Verminderung von Kalk-, Rost- und anderen mineralischen Ablagerungen und trägt dazu bei, wasserberührte Oberflächen sauber zu halten.
Bei bereits stark belasteten Trinkwasserinstallationen kann zunächst eine gezielte Systemsanierung erforderlich sein. Anschließend kann die MOLKAT®-Technologie zur langfristigen Stabilisierung des Systems eingesetzt werden.
Auch bei einer normgerechten Badewasseraufbereitung können sich in Rohrleitungen, Filtern und anderen wasserberührten Bereichen von Schwimm- und Spaßbädern sowie Whirlpools Biofilme entwickeln.
Sie bieten Mikroorganismen geschützte Lebensräume und können damit auch das Auftreten von Legionellen begünstigen.
Besonders Filter- und Adsorptionsmedien können aufgrund ihrer großen Oberflächen geeignete Bedingungen für mikrobiologischen Aufwuchs bieten. Neben einer zuverlässigen Wasseraufbereitung ist deshalb die hygienische Stabilität des gesamten Wasserkreislaufs von Bedeutung.
Konventionelle Maßnahmen wie Filterspülungen, der regelmäßige Austausch von Adsorptionsmedien oder zeitweise erhöhte Desinfektionsmittelkonzentrationen sind mit entsprechendem Betriebs- und Wartungsaufwand verbunden.
Die MOLKAT®-Technologien bieten hier einen ergänzenden Ansatz, um hygienisch stabile Wassersysteme bei möglichst geringem Chemikalieneinsatz zu unterstützen.
Ob Kühlwassersystem, Trinkwasserinstallation oder Schwimmbad:
Wir betrachten die Bedingungen Ihrer Anlage ganzheitlich und entwickeln eine passende Lösung für eine langfristig stabile Wasserhygiene – mit möglichst geringem Chemikalieneinsatz.